Liftwart

[MOVANextGen] Zustände und Ausblicke

Dieses Thema wurde zuletzt von Liftwart am 2026-5-13 17:19 bearbeitet

Das trifft sich ganz hervorragend, ich habe nämlich bereits vor ein paar Tagen mit einem ausführlichen Review meines Z60 begonnen – einem Roboter, der mich jeden Tag glücklich macht! (Auch wenn es ein paar Punkte gibt, bei denen ich noch Verbesserungspotential sehe, doch dazu später).

Doch fangen wir ganz am Anfang an, bei meiner Persönlichkeitsstruktur. Leider, leider bin ich extrem faul – und leider, leider hab ich trotzdem gerne eine saubere Wohnung. Saugroboter haben diesen lange Zeit unlösbaren gordischen Knoten für mich zerschlagen, weshalb ich nicht nur unendlich dankbar, sondern auch Fan (und Käufer) der ersten Stunde bin.
Problem: Es wurde mit ihnen mehr oder weniger sauber, meistens weniger. Ich habe wirklich sehr viele Geräte probiert, zuerst die Marken, die mit R beginnen und dann den ganzen Rest vom Schützenfest.

Der MOVA Z60 ist mein zehnter oder elfter Roboter, aber der erste, mit dessen Reinigungsleistung ich wirklich so richtig zufrieden bin! Auf meinem Fliesen-, Vinyl und Laminatböden leistet die Wischrolle ganz hervorragende Arbeit. Das weiß ich, weil ich mein altes Gerät (das Flagship-Modell einer Konkurrenzmarke) testweise die Wohnung hab wischen lassen und unmittelbar danach den Z60 losgeschickt habe. Als ich den Tank geleert hab, konnte ich kaum fassen, wie viel Schmutz der Z60 noch mal vom Boden gekratzt, geschabt und gewischt hat. Ich habe den Roboter seit seiner Markteinführung und meine Böden sind nach und nach immer heller geworden, so wie damals, als sie frisch verlegt wurden. Frisch verschüttete Flüssigkeiten sind ebenso wenig ein Problem, wie eingetrocknete Flecken, der Z60 schafft alles. Und weil das ein Ultra Complete Modell ist, liegen dem Gerät 2 Wischrollen bei, die leicht und schnell getauscht werden können. Alle paar Monate wasche ich die Rolle im Waschbecken in warmem Wasser mit ein wenig zugefügtem Feinwaschmittel aus und lasse sie an der Luft trocknen. Thats it mit Wartungsaufwand.

Ebenso untadelig wie beim Wischen verhält sich mein Z60 auf Teppichen, selbst kleine Flusen, wie sie z.b. von Papiertaschentüchern zurückbleiben können, werden perfekt aufgesaut (damit tun sich viele Geräte schwer), und mit in den Bürsten verwickelten Haaren hatte ich auch noch nie ein Problem.

Besonders gerne beobachte ich den Z60 dabei, wie er präzise an der Teppichkante entlang wischt, da hat Mova bei der Navigation wirklich ausgezeichnete Arbeit geleistet. Gerade um und auf Teppichen tun sich die Geräte bei mir oft schwer, warum weiß ich auch nicht.

Ein weiteres Highlight ist aus meiner Sicht das Design und die Funktion der Station - beides ist für die Techniker und Produktdesigner kein einfacher task!
Einerseits soll sich das Gerät möglichst unauffällig in die verschiedensten Wohnbereiche integrieren lassen, andererseits soll es, wenn man es schon sieht, bitte gerne ein kleines Schmuckstück sein. Der Z60 schafft beides, die Station wirkt edel, wertig und schlicht und ist kleiner, als es die Füllmenge der Wassercontainer vermuten lässt. Die Selbstreinigungsfunktion ist makellos, wenn ich den Waschbrettfilter alle paar Monate unter fließendem Wasser ausspüle, ist alles getan. Der Z60 wäscht und trocknet die Rolle, entleert den Staubbehälter und füllt Wischwasser und Reinigungsmittel nach.

Ist der Z60 also die eierlegende Wollmilchsau? Nicht ganz, zumindest für mich nicht.
Es gibt drei Punkte, die ein perfekter Roboter für mich noch erfüllen müsste:

• Die Kletterhöhe: Ich habe eine Terrasse und einen Wintergarten, um dorthin zu gelangen, müsste der Roboter die Türschwelle überwinden, was der Z60 leider noch nicht schafft. Diese Bereiche auch noch in die regelmäßige Grundreinigung zu bekommen, wäre ein echter Gewinn für mich.

• Tiefhängende Heizkörper: Leider habe ich in all meinen Zimmern Heizkörper, die etwa 7cm über dem Boden hängen und ca. 15cm tief sind. Das sind tote Winkel, die der Z60 trotz ausfahrbarer Bürste und Mopp nicht erreicht. Dazu kommen Blumentöpfe, Bücherregale, die in ein paar Zentimeter Anstand neben dem TV-Kästchen stehen... kurz gesagt: genau diese nervigen, kleinen Quadratzentimeter, die die Roboter nicht erreichen und wegen denen man dann doch hie und da selbst zum Wischtuch greifen muss.   

• Und last but not least hab ich alle paar Wochen ein nerviges Problem, von dem ich allerdings hoffe, dass es irgendwann ein OTA-Update beheben wird: Nach der Reinigung eines niedrigen Bereichs fährt der Roboter zurück in den offenen Wohnraum, vergisst aber aus irgendeinem Grund den LiDAR-Turm wieder auszufahren und fährt dadurch quasi blind durch die Gegend. Mein Z60 verirrt sich dann und zeichnet Geisterräume und/oder neue niedrige Bereiche in die Karte. Die einzige Möglichkeit, ihn aus diesem Limbo zu befreien, besteht darin, die Reinigung zu unterbrechen und das Gerät zurück in die Station zu bewegen, oder den LDS-Turm via Fernsteuerung manuell auszufahren – auch dann beendet er die begonnene Reinigung vorzeitig. Für diese Fälle habe ich vorsorglich ein Kartenbackup angelegt und stelle die reale Karte dann einfach wieder her. Kein Drama, aber nervig. Ich habe mich zu dem Bug auch bereits mit dem Support beraten - dass der Fehler nur selten und unregelmäßig auftritt, erschwert allerdings die Behebung.  

Soweit zu meiner aktuellen Situation und weil AlexP bekanntlich immer Recht hat, hier auch gleich meine Liste an Wünschen, Hoffnungen, Ideen und Träumen für die nächste, die übernächste und die überüberübernächsten Reinigungsroboter-Generationen:

• Schmutztyp-Erkennung per KI
Der Roboter erkennt automatisch, ob es sich um trockenen Staub, feuchte Flecken oder klebrigen Schmutz handelt – und wählt die optimale Reinigungsmethode selbst aus. Eine kamerabasierte KI klassifiziert Verschmutzungen in Echtzeit und steuert Saugkraft, Wischmodus und Wasser-, sowie Reinigungsmitteldosierung entsprechend. In einer perfekten Welt hätte er dann auch noch ein paar Spezialreiniger in der Hinterhand, die er via Düsen auf die Flecken aufbringen könnte. Die Düsen könnten natürlich auch für die Dampfabgabe genutzt werden.  

• Geruchssensoren
Elektrionische Nasen erkennen Geruchsquellen wie „Haustiermalheure“, oder hinter Sofas gefallene Essensreste. Der Roboter navigiert gezielt dorthin, behandelt die Stelle mit Desinfektionsmittel und dokumentiert die Position in der App.

• Selbstreinigende Wischpads mit UV-Desinfektion
Statt dem langwierigen Auswaschen und Trocknen: Nach jeder Reinigungsrunde fahren die Wischpads automatisch in eine UV-C-Kammer in der Dockingstation. Dort werden Bakterien, Viren und Schimmelsporen mit UV Licht abgetötet. Das würde auch das nervige Leeren und Auffüllen der Tanks seltener nötig machen.

• Dampfreinigungsfunktion
Oben schon angedeutet. Statt nur nass zu wischen, erzeugt der Roboter gezielt Dampfstöße bei hartnäckigen Flecken oder in hygienisch kritischen Bereichen wie Küche und Bad. Dampf würde eingetrockneten Schmutz und Fett lösen helfen und Keime ohne Chemikalien abtöten.

• Automatische Waschmitteldosierung
Ein integriertes Dosiersystem mischt je nach erkanntem Verschmutzungsgrad und Bodentyp die richtige Menge vom richtigen Reinigungsmittel ins Wischwasser. Fliesen, Vinyl, Holz, Laminat, Marmor, Stein... könnten mit idealen Reinigungsmitteln in perfekter Dosis gereinigt werden. Es gibt schon Roboter (u.a. von MOVA), die 3 Kammern für Reinigungsmittel zur Verfügung stellen, mit 4 Kammern könnten meiner Meinung nach fast alle User eine auf die jeweiligen Untergründe abgestimmte Reinigungsmittelauswahl treffen. Dazu passend:

• Bodentyp-adaptive Saugkraft & Wischintensität
Sensoren erkennen in Echtzeit, ob der Roboter auf Parkett, Fliesen, Laminat oder Teppich fährt, und passen Saugkraft, Wischdruck und Feuchtigkeitsmenge automatisch an. Das würde empfindliche Oberflächen schonen und die Reinigungsleistung auf jedem Untergrund maximieren.

• Türen öffnen & schließen für lückenlose Reinigung
Der Roboter erkennt geschlossene Türen per Kamera und LIDAR, öffnet sie mithilfe eines ausfahrbaren Greifarms oder z.b. eines Saugnapfs, reinigt den Bereich dahinter – einschließlich des Bereichs direkt unter und hinter der Tür – und schließt die Tür danach wieder.

• Selbstdesinfizierende Wischrolle mit Silberionen
Das Wischpad ist dauerhaft mit antimikrobiellen Silberionen beschichtet, die das Wachstum von Bakterien und Pilzen hemmen – auch zwischen den Reinigungszyklen. Ideal für Haushalte mit Kleinkindern, Allergikern oder immungeschwächten Personen.

• Elektrostatisches Wischen
Das Wischpad wird durch eine schwache Spannung elektrostatisch aufgeladen, wodurch Feinstaub, Tierhaare und Pollen magnetisch angezogen werden, statt nur mechanisch aufgewischt zu werden. Der sogenannte Swiffer-Effekt ;-)

• Schmutz-Heatmap per App
Der Roboter erstellt nach jeder Reinigung eine farbkodierte Karte der Wohnung und zeigt, welche Bereiche besonders häufig und stark verschmutzt sind. Hilft dabei, Reinigungsintervalle zu optimieren und Problembereiche frühzeitig zu erkennen.

• Allergen-Monitoring
Integrierte Sensoren messen kontinuierlich die Konzentration von Staubmilben, Pollen und Schimmelsporen in der Raumluft. Bei Überschreitung von Grenzwerten werden Allergiker sofort per App benachrichtigt und der Roboter startet automatisch eine gezielte Reinigung. Soweit ich informiert bin, produziert MOVA auch Luftreiniger – die könnten sich in Abstimmung mit den Sensorinformationen des Roboters ein- und ausschalten.

• Automatisches Ersatzteil-Nachbestellen
Der Roboter überwacht kontinuierlich den Zustand von Bürsten, Filtern und Wischpads und erkennt Verschleiß frühzeitig. Wenn ein Ersatz nötig wird, bestellt das System automatisch beim Hersteller oder einem verknüpften Onlineshop nach – optional mit Bestätigungsschritt in der App und idealerweise mit ein paar Prozent Rabatt für die vorbildlichen Kunden.

• Verhaltensbasierte Automatisierung
Der Roboter lernt die täglichen Gewohnheiten der Bewohner anhand von Bewegungsmustern und startet die Reinigung automatisch, wenn alle das Haus verlassen haben – ohne feste Zeitpläne. Er erkennt auch, wenn jemand unerwartet heimkommt, und pausiert sofort.

• Kettenantrieb statt Räder
Würde mich wundern, wenn das nicht bereits jemand probiert hätte, aber in meinen Augen würde ein Kettenantriebssystem das mühelose Überqueren von Teppichkanten, Türschwellen, Stromkabeln und unebenen Übergängen ermöglichen - natürlich in Kombination mit dem Stepmaster-System. Apropos Klettern:

• Kletterroboter für Wandfliesen & vertikale Flächen
Mithilfe von wechselweise aktivierbaren Saugnäpfen oder einem Unterdrucksystem (wie bei Fensterputzrobotern) kann der Roboter auch vertikale Flächen reinigen – Badfliesen, Duschwände, Küchenrückwände und Glastüren. Ein spezieller Übergangsmodus wechselt automatisch zwischen Boden- und Wandmodus.

• Tiefe Smart-Home-Integration
Unsere Häuser und Wohnungen werden immer vernetztert, da liegt es nahe, dass der Roboter direkt mit dem Smart-Home-System kommunizieren könnte: Er öffnet und schließt vernetzte Türen eigenständig, koordiniert mit Rollläden und Lichtsteuerung und meldet seinen Status an zentrale Hubs wie Apple Home, Google Home oder Amazon Alexa.

• Natürliche Sprachsteuerung mit Zonen-Targeting
Befehle wie „Reinige nur unter dem Esstisch" oder „Fokussiere die Küche, aber lass das Wohnzimmer aus" werden direkt verstanden und präzise ausgeführt – ohne App-Navigation oder vordefinierte Zonen.

• Kalenderbasierte automatische Reinigung
Durch Anbindung an digitale Kalender erkennt der Roboter bevorstehende Ereignisse wie Besuche oder Partys und startet automatisch eine Tiefenreinigung zu einem sinnvollen Zeitpunkt davor (oder danach). Auch Abwesenheiten durch Urlaub oder Dienstreisen werden berücksichtigt.

• Aromatherapie-Funktion
Ein optionales Duftmodul gibt beim Wischen feine Mengen ätherischer Öle in die Raumluft ab. Intensität und Duft sind per App einstellbar – Reinigung und angenehmes Raumklima werden so kombiniert.

Und last but not least eine Funktion, die mir persönlich sehr wichtig wäre:

• Seniorenassistent mit Notfallsystem
Der Roboter erkennt per Kamera und KI Sturzrisiken wie nasse Böden oder herumliegende Gegenstände und sendet Warnungen an die Bewohner. Ein Audiodetektor überwacht kontinuierlich auf Sturz- und Hilferufe: Wird ein Sturz erkannt, fährt der Roboter automatisch zur gestürzten Person, stellt eine Audio- und Videoverbindung zu einem hinterlegten Notfallkontakt her und ruft bei Bedarf automatisch den Notruf. Die Kamera ermöglicht dem Notfallkontakt, die Situation einzuschätzen, während der Roboter als Kommunikationsbrücke fungiert – bis der Rettungsdienst eintrifft. Das mag sich vielleicht wie ein Orchideen-feature anhören, aber wir alle werden immer älter oder haben ältere Angehörige, um die wir uns nicht so engmaschig kümmern können, so sehr wir das auch wollen. Meine Eltern z.b. sind sowohl geistig als auch körperlich noch topfit (trotz 80+) und können ohne weiteres alleine leben. Für die Reinigung ihrer Wohnung hab ich ihnen so gut ich konnte Roboter zur Verfügung gestellt und sie kommen mit der Bedienung auch gut zurecht. Das Notfallsystem wäre aus meiner Sicht nicht allzu schwierig zu implementieren und ein tolles Zusatzfeature.
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