Liftwart

[Fresh Pro] Sie so, ich so

Sie so: Echt jetzt? Ein Review für eine Zahnbürste?
 Ich so: Es gibt auch Leute, die Bushaltestellen bewerten. Außerdem ist das nicht NUR eine Zahnbürste. Zumindest keine, zu der es nichts zu sagen gibt.


Ich kannte MOVA bis dahin nur als Hersteller für Reinigungsroboter und dass ich ihre Geräte eines Tages nicht nur in mein Bad, sondern auch in meinen Mund lassen würde, hätte ich lange Zeit nicht für möglich gehalten. Aber als meine alte „Elektrische“ das Zeitliche segnete, wurde ich auf die Fresh Pro Schallzahnbürste aufmerksam. Ich hatte vor Jahren bereits so eine im Einsatz - ich weiß nicht mal mehr den Hersteller, nur mehr dass ich dafür ca. 140,- Euro hingeblättert hab. Jedenfalls war die dann auch richtig schnell kaputt und raus aus meinem Leben. Seither hatte ich wieder auf die althergebrachten Zahnreinigungsmethoden gesetzt.

Doch das Produkt von Mova wollte ich dann doch wieder probieren. Ich hab mich für die mattschwarze Variante entschieden und das Teil kommt mit Ladestation, USB-C-Kabel, zwei Bürstenköpfen, sowie einem praktischen Reiseetui.


Als erstes wird das Gerät vollständig geladen, nimmt man es dann aus der Station schaltet es sich auch schon automatisch in den Verbindungsmodus. Das geht wie von Mova nicht anders gewohnt auch sehr schnell, der QR-Code findet sich auf der Unterseite der Zahnbürste, einmal kurz gescannt und die Bluetooth (no pun intended)-Verbindung baut sich auf. 

Meine Freshpro hat dann erst mal ein Firmware-Update gemacht, aber auch das war schnell abgeschlossen.

Was hat man nun davon, seine Zahnbürste mit der App zu verbinden, werden sich einige fragen. Nun, so einiges. Nicht nur erinnert einen die App in Abständen von 90 Tagen daran, auch mal den Bürstenkopf zu tauschen, man kann auch die Reinigungsmodi konfigurieren und sich einen Reinigungsbericht anzeigen lassen, der genau darüber informiert, welche Kieferseite man wie intensiv geputzt hat - in meinem Fall ist eine gewisse Linkslastigkeit nicht abzustreiten.

Reinigungsmodi hat die FreshPro gleich drei und welcher von denen aktiviert ist, zeigt ein Lichtring unter dem Bürstenkopf.
* Grünes Licht: ein besonders sanfter, für Menschen mit empfindlichen Zahnhälsen und Zahnfleisch
* Blaues Licht: der Standardreinigungsmodus
* Violettes Licht: der Polier- und Aufhellungsmodus

Zwei mal kurz auf den Einschaltknopf gedrückt und schon wechselt der Modus. Die Zahnbürste merkt sich, welcher zuletzt verwendet wurde und startet damit automatisch in den neuen Putzvorgang.

Apropos Putzvorgang: was steckt da an Technik dahinter? Das Herzstück der Freshpro ist die sogenannte 3DClean™-Technologie: Anders als herkömmliche Schallzahnbürsten, die auf einen einzelnen Magnetmotor setzen, kombiniert die Fresh Pro zwei Motoren – einen Servomotor und einen Schrittmotor. Der Servomotor erzeugt einen 66-Grad-Oszillationswinkel und „fegt“ die Borsten mechanisch auf und ab, was laut Hersteller die von Zahnärzten empfohlene „Bass-Technik“ imitiert. Der Schrittmotor sorgt zusätzlich für seitliche Schallvibrationen. In der App lassen sich für alle Reinigungsmodi 10 Intensitätsstufen sowie die Vibrationsfrequenz, Amplitude und Pulsation individuell einstellen.
Das Ergebnis in der Praxis: Die Reinigung fühlt sich gründlicher und aktiver an als bei einer klassischen Schallzahnbürste, im Vergleich zu meiner alten Zahnbürste fühlten sich die Zähne bereits nach ein paar Tagen glatter an. Und nicht zuletzt hat meine Zahnärztin bei meinem letzten Kontrollbesuch meine Mundhygiene gelobt, was mir so auch noch nie passiert ist tbh.

Die Akkulaufzeit gibt Mova mit 30 Tagen an (bei zwei Mal täglichem, je 1minütigen Zähneputzen) und ich muss sagen, das kann so nicht stimmen. Ich putze zwei mal täglich drei Minuten (ja wirklich) und muss auch nicht öfter als einmal im Monat nachladen., also da untertreibt Mova bei der Akkulaufzit.

Einen wichtiger Punkt muss noch erwähnt werden: Die Freshpro verfügt über eine eingebaute Andruckkontrolle, die den übereifrigen Zähneputzer mittels Farbleuchte automatisch warnt, sollte man die Bürste zu stark an die Zähne drücken, was der Zahnschmelz nicht so prickelnd findet. 


Es gibt an der Freshpro aber auch eine Sache, die ich nicht so prickelnd finde und das ist die Touchtaste. Immer mal wieder komme ich beim Putzen an die Taste und verstelle so unabsichtlich den Reinigungsmodus. Kein Weltuntergang, aber lästig. Andererseits kommt es umgekehrt vor, dass ich sehr lange drücken muss, um sie überhaupt in Betrieb zu bekommen. Wiederum kein Weltuntergang, aber lästig. 


Warum schreibe ich das alles jetzt? Weil die FreshPro aktuell überall deutlich reduziert ist, im MOVA Shop war sie sogar um nur 19,90- Euro zu haben (UVP lag bei 99,- Euro) und ich dachte, das solltet ihr wissen. Nicht nur zu diesem Preis ist die FreshPro nämlich ein No-Brainer.

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